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(nur so zur info, pricillas ex wurde im ersten chat greg genannt, jetzt heißt er peter, ignoriert das einfach ^^. solche namesänderungen kommen schonmal vor...)
(so, jetzt ist auch teil 3 eingefügt ^^.)


Damon streichelte ihr über die Wange und nahm Linda mit raus, "Neinnein, ich mag mitgucken..." Er wollte länger im Bad bleiben, wollte die Tür abschließen und das allein sein im warmem Wasser geniessen können. Und er wollte nicht das Risiko eingehen, dann irgend einem Mädchen, das Nasenbluten hatte schnell Beistand leisten zu müssen - so lieb er sie auch schon hatte.
"Nagut..:" Sie streckte sich auf dem Boden vor dem Fernseher aus und so kam Damon in den "Genuß" Einer Folge Digimon. "Papa wollte nicht, das wir soviel fernsehen."
"Schaut ihr denn viel?", fragte er und sah fasziniert auf den Flimmerkasten. Was es doch für einen Schrott gab...
Verschärft wurde das ganze dadurch, dass Linda die Folgen schonkannte.
Sie klärte ihn nicht nur über die Vergangenheit sondern auf überzukünftige Handlungen auf.
Damon amüsierte sich zumindest gut, auch wenn er hoffte, daß Pricilla bald wieder kam.
"Ich bin wieder da!", rief Pricilla, während Anglos zu Ultraangelos digitierte.
Der ehemalige Häftling saß auf dem Sofa, Linda bei sich im Arm und sah noch auf den Bildschirm, als sie reinkam. Dann sah er lächelnd auf und sie an. "Hi..."

Sie betrachtete das Bild, nickte dann.
"Wir haben die Wanne sauber bekommen, aber Romey hatte dabei nochmal Nasenbluten. Sie ist jetzt im Bett und schläft, ich wollt erst baden, wenn du wieder zurück bist..."
"Danke, dann gehtst du am besten jetzt..."
"Jepp, hatte ich vor..." Er lächelte und stand auf, Linda aus seinem Arm lassend. "Ich... werd etwas länger baden, wenns recht ist...", meinte er nur und ging um Bad, suchte noch ein Handtuch.
"Im Bad sind Handtücher... kannst nehmen und unterm Waschbecken ist noch Krempel von Pete..."
"Ja, danke..." Er ging in das Zimmer und schloß die Tür hinter sich ab. Vorsichtig die Wärme testend ließ er Wasser ein und zog sich dann aus, stieg dann hinein und machte sich so lang wie es nur ging - was nicht lang war, bei seiner Größe wurden aus seinen Knie bald Inseln die aus dem seifigen Wasser herausragten. Aber ... es war ... genial.
Damon entspannte sich wie lange nicht mehr. Aus halbgeöffneten Augen sah er dem Dampf zu, der aus dem Wasser emporstieg. Baden... wie wundervoll... es gab nicht besseres... oder? Einige Zeit bewegte er sich gar nicht, ließ sich aufweichen vom Wasser, dann strich er langsam seinen Bauch hinab, tiefer, bis zwischen seine Beine. Ja, es gab noch was angenehmeres, als *still* in der Badewanne zu liegen. Er ließ sich Zeit... genoß es, allein zu sein, in dem warmen Wasser... doch auch das wurde irgendwann kalt. Da stand er dann langsam auf, trocknete sich ab und kam dann mit einem Handtuch um die Hüften aus dem Bad.
"Oben im Schrank" rief Pricilla vom Wohnzimmer her. "Ist noch Peters lange Bademantel.."
Damon blieb stehen, machte kehrt und zog sich diesen an, bevor er runterkam. Auch wenn das im Handtuch besser zur Geltung gekommen wäre, Damon sah einfach nur... gut aus, in dem Teil. Er hatte wirklich Figur. Der Bademantel unterstrich das auch nicht schlecht. Er war aus dunkelroter Seide und schmiegte sich umseine Schultern. Und ... Pricilla war seine Schwester.
Damons Haare hingen halbnass um seine Schultern, wellten sich ganz leicht. "Wieder da...", verkündete er.
Carry sah zu ihm hoch, als sei er ein ... Geist. "Ja..", meinte sie.
Wieder schlich sich dieses leichte Lächeln auf sein Gesicht... was hatte sie? "Cilla?", fragte er leise, "Alles in Ordnung?"
"Jaja..." Sie runzelte die Stirn. "Tut mir leid, dass ich dich eben allein gelassen hab... ich musste... setzt dich doch."
Damon nahm das Angebot gerne an und setzte sich in den freien Sessel, lehnte sich zurück, wunderbar entspannt. Wer wäre das nicht, nach einem solchen Bad?
"Du siehst so total anders aus...", wunderte sich Pricialla laut.
"Zehn Jahre sind eine lange Zeit... ich musste mich verändern, im Knast, damit ich nicht kaputt gehe", erklärte er ruhig.
"Naja... war bestimmt nicht einfach." Sie drehte die Fernsehzeitung in den Händen.
Ein schwaches Lächeln. Er sah auf den Tisch, dann sie wieder an. Überlegte, was jetzt klug wäre, was weniger klug.
Sie suchte nach unverfänglichen Themen. "Es ist eine Schande mit Romey, nicht wahr?"
"Ja, traurig... was sagt der Arzt dazu?", fragte er, ließ sich aber nur teilweise von den Dingen ablenken, die eh zur Sprache kommen *mussten*,... irgendwann.
"Nichts. Sie hätte halt eine Veranlagung zu Nasenbuten."
"Hm...", klang nicht sonderlich fachmännisch. Er sah zum Fernseher, einige Augenblicke, dann sie wieder an, die Stirn leicht gerunzelt. "Cilla... bitte erklär mir, warum du mich für schuldig hältst."
Sie sah ihn unsicher an. "Naja ... niemand würde so etwas wohl zugeben ... aber .. die Frau hat dich doch erkannt ... und du bist verurteilt worden."
"Hättest du mir denn damals, mal abgesehen von Zeugenaussagen oder Urteilen... *zugetraut*, daß ich so etwas tue?", fragte Damon, doch schon ein wenig enttäuscht von ihrer Antwort.
"Naja. Männer sind oft nicht ind er Lage, ihre Triebe zu kontrollieren .... ich hätte das schon nicht gedacht. hab ich mich aber halt getäuscht."
Damon biss einen Moment die Zähne zusammen, sah nicht sie an. "Ich behaupte immer noch, ich war es nicht. Trotz der 10 Jahre dort... aber Cilla, selbst wenn ich es getan hätte, hab ich dann da nicht wirklich genug gebüst? Kannst du dir vorstellen, was für eine Angst ich habe, *irgendwas* falsch zu machen und dort wieder hin zu müssen? Und auch noch zu wissen, ich muss nicht mal was falsch machen, sie stecken mich auch grundlos 10 Jahre da rein?"
Sie sah ihn an. Undman sah ihren Augen an. sie konnte es sich nicht vorstellen. Es ging über ihren Horizont. Sie lächelte hilflos. "Ähm, die Justiz .. "
"Verdammt noch mal ich scheisse auf diese Justiz!!! Es tut mir leid, was diesen Mädchen passiert ist, aber ich hab es nicht getan! Sie brauchten einen Schuldigen und weil sonst niemand da war, musste ich dran glauben!" Er schien aufgebracht, hatte die Fäuste geballt, machte aber nicht den Eindruck, als würde er sie gleich anspringen.
Sie wollte sich ihr Weltbild nicht erschüttern lassen.... "Machst du es dir nicht was einfach?" fragte sie.
Damon kniff die Augen zusammen, "Nein, Cilla, du machst es dir einfach. Du glaubst das, was alle glauben, weil es einfacher ist. Du glaubst eher denen als mir, deinem Bruder!"
"Es hat eine Anhörung gegeben. Mit Zeugen. Mit Beweismitteln, du hattest kein Alibi... du warst in dieser Bar einige Male. Da hast du sogar Becky kennengelernt..." Sie schüttelte den Kopf, wollte ihm nicht glauben.
Damon seufzte, sah resignierend zur Seite. "Ja, ich war da. Ja, ich habe da Becky kennengelernt... ich war ein Teenager, Cilla. Ein ganz normaler Teenager... ich habe nichts getan und kam dafür 10 Jahre in den Knast... weil ich jemandem ähnlich sah... 10 Jahre... weißt du, wie lang das ist? Was man da gestohlen bekommt? Ich verstand nicht, was da abging... und ich war zu schwach, um mich gegen die zu wehren... Die, die wirklich Verbrecher waren. Die jedem Vergewaltiger dutzendfach zurückgeben, was er getan hat... auch wenn er es vielleicht gar nicht war."
"Becky ist übrigens tot...", meinte sie ohne großen Zusammenhang, nach einer Pause, in der sie sich weigerte, das Gehörte in ihren Kopf eindringen zu lassen.
"Was ist passiert?", fragte er leise. Sie würde es schon noch realisieren.
"Naja...vor etwa 3 Jahren. Sie hatte Brustkrebs."
Damon seufzte, rieb sich die Stirn. "Alles hat sich so verändert...", murmelte er.
"Ja, war vor allem für .. ähm, naja, war jedenfalls schwierig."
So viel nachzuholen... war überhaupt die Zeit da, alles nachzuholen? "Für wen war es schwierig?", fragte er leise nach, auch wenn es ihn nicht wirklich interessierte.
"Für den Jungen, Carry..." Sie lächelte. "Magst du paar Chips.." fragte sie - nervös.
Damon runzelte die Stirn, überlegte, ob er sich an einen Carry erinnern konnte. "Ja, danke...", meinte er und griff danach. "Du brauchst keine Angst zu haben, Cilla."
Becky war ein jahr jünger gewesen als er, und sie hatte Schluss gemacht, als die Sache begann, hatte ihm nicht einmal geantwortet auf seine Briefe. Pricilla holte eine Tüte, gab sie ihm.
"Äh, da... "sagte sie. Sie wirkte nicht, als hätte sie im Moment große Angst.
"Ich denke, ich werde nochmal weggehen...", meinte Damon dann.
"Ja, wenn du meinst..." Sie sah zu ihm hinüber. "Wohin?"
"Keine Ahnung... werd mir irgendeine Bar suchen... ich kenn mich ja nicht mehr aus..."
"Ist doch auch nicht so dramatisch...", meinte sie irritiert.
Damon seufzte leise. Nein, sicher nicht dramatisch... fremd zu sein in der Stadt, in der man aufgewachsen war... "Nunja, ich geh mir was anziehen...", murmelte er und stand dann auf.
"Was für ne Bar?" meinte sie dann gnädig, "Vielleicht kann ich dir nen Tipp geben.."
Ein kurzes Zögern, dann zuckte er mit den Schultern. "Ich würd gern einfach was trinken... Leute kennen lernen, wieder... unter Menschen sein eben."
"Naja, das kannst du wohl überall... aber trink nicht zuviel..."
"Ich hab gar nicht vor, viel zu trinken. Ich wede nur da sitzen und... naja... hoffentlich Leute kennenlernen."
"Wann bist du wieder da? Damit ich dich dann reinlasse?", fragte sie und sortierte noch einmal die Fernsehzeitung auf dem Tisch um.
Damon zuckte mit den Schultern, "Naja, keine Ahnung... könnt ich nicht nen Schlüssel haben?"
Pricilla zögerte ... dann gab sie sich einen Ruck. "Ich geb dir den von Linda mit.." Er bekam einen Schlüssel an einerm bunten Schnürsenkel.
Einen Moment sah er ihn an und musste grinsen. "Die Beiden sind echt Engel... achja, wenn ich morgen früh nicht da bin, mach dir keine Sorgen, vielleicht habe ich ja Glück und übernachte woanders..."
Sie sah ihn einen Moment zweifelnd an... "Dann ist ja .. gut.. Ich bin aber morgen Vormittag arbeiten, dann ist keiner in der Wohnung."
Er zuckte mit den Schultern, hielt den Schüssel hoch. Dann lächelte er. "Danke für alles..."
"Bitte.." meinte sie leise.
Ein kurzer, unschüssiger Moment, dann drehte Damon sich um, ging sich anziehen und ausgehfertig machen. "Kannst du mich denn zu einer bringen?"
"Wenn du rauskommst, links runter, sind keine 1000 m, da kommt gute Musik. Heißt Galaxy.."
"Mhmm, danke..." So machte Damon sich dann auch auf den Weg. Den Schlüssel, seinen Ausweis und ein paar Dollar in der Tasche. Fröhlich.
Die Straße war dunkel ... beleuchtet von weit stehenden Laternen.. Auf der anderen Straßenseite stand jemand und beobachtete das Haus, sah zum Fenster von Cillias Wohung empor.
Damon zögerte einen Moment, dann ging er über die Straße. Nicht... angrifflustig, sondern... einfach so, als wolle er... guten Tag sagen.
Der Mann drehte sich um, als er näher kam.
Sehr helles Haar im Lampenschein, dass Gesicht im Schatten, umrahmt von diesem Haar wie von einem Heiligenschein.
"Hallo... Peter...", meinte Damon und lächelte, als er nah genug ran war.
"Kennen wir uns?", fragte der Angesprochene zurück.
Damon schüttelte den Kopf, "Nein, ich denke nicht. Ich weiß auch nicht, ob Cilla ihnen je von mir erzählt hat... ich bin Damon, Pricillas Bruder..." Er hielt ihm die Hand hin.
"Hat sie ... und vor allem Becky." Er ergriff die Hand.
Er sah zu Boden und kickte ein Steinchen weg, dann sah er ihn wieder an, ein wenig traurig, "Naja, dann wohl nicht das Beste..."
"Naja.. ihr Sohn ist jedenfalls ein Süßer", meinte Peter mit einem Lächeln.
"..."
Damon reagierte gar nicht.
Sein Kopf arbeitete.
Sohn... 'IHR' Sohn...
ratter... ratter... ratter...
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