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Ein Chat. Nicht wirklich korrigiert, nicht wirklich schönes deutsch.
Trotzdem viel Spaß.


Eine braune Tüte, ein paar Ermahungen. Der Standard-Witz: "Ich hoffe, wir sehen uns nie wieder ..." Dann schlossen sich die Türen hinter ihm, stand er im Regen. Kalter, trüber Nieselregen.
Seine Jacke war zu eng in den Schultern.
Damon sah nicht zurück. Blickte in den trüben Himmel, überlegte, ob sie ihn wohl abholen würde... ob sie die Karte bekommen hatte... ging dann an die Straße. Am meisten freute er sich im Moment darauf, selbst kochen zu können.
Und zwar was er wollte.
Ob sie ihn wieder erkennen würde?
Auf der Anderen Seite der Straße stand ein roter Fiesta. Darin saß eine Frau und las in einer Tageszeitung.
Damon überlegte, ob die Haarfarbe stimmen könnte, ging, nachdem er geschaut hatte, ob auch niemand kam über die Straße zu dem Wagen. Er klopfte an die Scheibe, vorsichtig.
Einen Moment sah er sein Gesicht, wie es sich in der Scheibe spiegelte. Dann drehte sich die Frau zu ihm um - er konnte ihren kurzen, leisen Aufschrei hören. Es WAR Pricilla.
Damon lächelte nicht, obwohl ihm vor Ironie über den Aufschrei eigentlich danach zumute war und ging einen Schritt zurück, damit sie die Tür öffnen konnte.
Sie zögerte. Dann öffnete sie, kam heraus.
Jetzt fing er leicht an zu lächeln. Immer noch 15 cm größer... "Hallo Pricilla... danke fürs Abholen...", meinte er. Seine Stimme schien noch tiefer als damals.
Sie sah zu ihm hoch. "Herr im Himmel, hast du dich verändert..."
Damon trug seine Haare offen, das hatte er lieber, aber im Gefängnis war das nicht so gut gewesen. Er sah kurz an sich runter, als hätte er das noch nicht wirklich realisiert, dann nickte er, "Ist wohl so... ist ja auch ne Weile her, seit wir uns gesehen haben."
Sie war pummelig geworden, hatte schwere Brüste bekommen. Zwei Kinder hatte sie. Sie trug eine Hemdbluse und Blue Jeans. Ihr Haar war kurz, und heller - wegen der blonden Strähnen im dunkelblond.
"Ja, sicher ..."
Damon dachte an seine Neffen ... oder Nichten und fragte sich, ob Pricilla ihnen überhaupt von ihm erzählt hatte. "Wie gehts dir?"
"Ich bin letzte Woche geschieden worden."
Damon seufzte, "Tut mir leid..." Er stellte zum wiederholten Male fest, wie viel man doch in den 10 Jahren verpasste... ihren Mann hatte er auch nicht kennengelernt.
"Naja, Greg ist schon vor einigen Monaten ausgezogen.. Es war nur noch eine Formalität."
Damon nickte, sah dann auf seine Tüte, "Ich... tu sie hintenrein, ja?"
"Ja ... ähm, wo soll ich dich hinbringen?"
Damon hatte sich zum hinteren Teil des Wagens bewegt, hielt bei der Frage inne und sah sie wieder an. "Ich soll mich bei einem Sozialarbeiter melden. Ich hab seine Adresse... aber... ich... naja, bräuchte für die ersten Tage... erstmal... ne Unterkunft..."
"Bei uns ... ist etwas .. eng", meinte sie ... leise.
Damon sah sie an. Und ihr war klar, daß er annahm, daß wohl mindestens eine Hälfte ihres Bettes seit Wochen kalt war. Aber er sagte nichts, räumte die Sachen hinten ein und setzte sich auf den Beifahrersitz.
"Sollen wir gleich zu diesem Sozialfritzen fahren?" Sie war etwas zur Seite gerutscht.
Damon sah zu ihr, das bemerktend. "Ja, soll ich. Ich soll mich erstmal nur melden, ich denke, es dauert nicht lang..."
"Ist gut, gib mal die Adresse.."
Damon holte den Zettel aus seiner Brusttasche... das Hemd spannte... eigentlich dürfte er da drunter recht lecker aussehen.
Sie fuhren durch Gegenden, die er hätte kennen ... müssen. Aber ... ncihts war mehr wie damals, wie in seiner Erinnerung. die Läden hatten gewechselt (Gott, warum soviele Handyläden? Enorm viel mit Dekokrempel.. Wo waren die Lebensmittelläden???), sogar die Straßenführungen. Aus Schößlingen waren Bäume geworden. Was die Leute anhatten ...
Die Reklamen priesen Waren an, deren Namen er nicht mal kannte.
Damon wurde auf dieser Fahrt langsam bewußt, daß der Wiedereinstieg nicht leicht werden würde. Er sah sich die ganze Zeit um, schüttelte manchmal den Kopf, verrenkte sich auch mal. Die großen (Verbrecher?!)Hände hatte er im Schoß gefaltet.
Das Gebäude war sehr neu, an dem Cilla schließlich hielt. Es war hellblau (!), viel Blech. Die Hausnummer stimmte blieb einen Moment sitzen, als sie gehalten hatte, seufzte. Dann sah er sie an. "Du hast Angst vor mir..."
Pricilla sah kurz zu ihm, dann auf die Straße.
Damon war das Antwort genug. "Ich bin gleich wieder da...", meinte er und stieg aus.
Er knallte die Tür vor einen Passanten.
Er sah ihn zu Bodengehen, dann unter der Tür ein paar Beine.
"Oh, tut mir leid!" Damon stieg schnell aus, besorgt, machte die Tür zu. "Hallo?"

Er sah auf einen hellbraunen Schopf. Sein Opfer wischte sich gerade über das Gesicht. Neben ihm lag eine Brille auf der Straße. Die Beine steckten in schwarzen Jeans, die Füße in Schnürstiefeln. Die Lederjacke war regennaß.
Das Gesicht wurde zu ihm gedreht. Verwirrte blaugrüne Augen sahen zu ihm empor.
Damon griff erstmal nach der Brille, damit auch niemand sie versehendlich kaputt trat, fasste den anderen vorsichtig am Arm an, "Ist alles ok? Es tut mir leid...", meinte er wieder.
"Schon .. schon gut... meine Brille." Schmale Hände tasteten über den Boden.
"Hier..." Damon hielt sie ihm hin.
Sorgsam wurde sie hinter den Ohren eingehakt, bevor der junge Mann, er mochte Mitte Zwanzig sein, wieder zu ihm hochsah, und versuchte aufzustehen. "Danke:"
Damon half ihm sofort. "Ich hab einfach nicht drauf geachtet, tut mir leid..."
"Ich hab dit Tür...", meinte er gleichzeitig. "Nicht gesehen..."
Damon lächelte. Wow, richtiges Leben. "Ich muss leider da ins Haus, will meine Schwester nicht ewig warten lassen..." Er nickte zum Auto.
Sie sah zur anderen Seite aus dem Fenster. "Ich auch. Ich meine, ich muss auch in das Haus da." Er grinste, ging die letzten Schritte und schloss auf. Damon folgte ihm.
"Sie wohnen auch hier?", fragte der Mann.
"Nein... nein, ich muß zu einem Mr. Haggart... wissen sie, in welchem Stock er wohnt?"
"Ja... kommen sie mit." Drinnen drückte er den Aufzugknopf.
Damon überlegte, ob ihn sein 'Date' schon 'verriet'.
"4 St---" meinte der Braunhaarige, als sich der Aufzug in Bewegung setze, und prallte gegen Damon, weil der Aufzug ruckartig stehen blieb.
Damon hatte ihn festgehalten, stellte ihn wieder hin. Dann seufzte er, "Passiert das öfter?"
Die blaugrünen Augen irrten von einer Ecke in die andere. "Warum halten wir...?" meinte er.
Damon zuckte mit den Schultern, "Fahrstuhl defekt..." Er sah nach den Knöpfen, was es da so gab, ob auch ein Notruf dabei war.
"Ich weiß nicht.." Er starrte Damon an "Ich wohne erst gerade eine Woche hier..." Wie es schien sprachen sie immer gleichzeit ig.
Es gab eine Nothalttaste- und eine Ruftaste
Die rechte Hand seines "Mitgefangenen" krallte sich in den Aufschlag seiner Lederjacke. Er hatte einen schweißfilm auf der Oberlippe.
Damon sah kurz zu ihm, stirnrunzelnd. "Angst vor engen Räumen?", fragte er leise, sah wieder nach dem Notrufknopf, drückte ihn dann endlich.
Er nickte. "Sorry..."
"Kein Problem, ich bin ja da... passiert schon nichts."
Der andere schloss die Augen. "Ich dachte, ich wär drüber .. weg... ", meinte er, wohl hauptsächlich um sich reden zu hören.
"Warum haben sie die?", fragte Damon ruhig.
Es ruckte wieder. Eine angenehme weibliche Stimme meinte: "Bitte warten sie, wir leiten ihren Notruf umgehend weiter."
Damon sah kurz nach oben, dann wieder ihn an, "Es kommt gleich jemand..."
Er nickte. "Ich bin ..." Der Aufzug ruckte, das Lichtging aus.
"Bitte warten sie, wir leiten ihren Notruf umgehend weiter."
Damon seufzte.... verdrehte die Augen. "Naja, vielleicht dauert es doch noch ein Weilchen. ...was sind sie?", fragt er nach. "Mal ... verschüttet worden .." meinte er leise. "Bitte warten sie, wir leiten ihren Notruf umgehend weiter."
"Wir kommen hier heil raus, bestimmt...", meinte Damon ruhig. "Setzen sie sich..." Er fasste ihn vorsichtig an und ließ ihn zum Boden runter.
Der junge Mann umklammerte Damons starke Hände, ließ sich führen. "Gott..." meinte er leise.
"Shhh... wird schon alles wieder... moment, ich schau mal, ob ich die Tür so aufbekomme..."
In dem Moment ging das Licht an, der Aufzug setzte sich ruckend in Bewegung.
"Bitte warten sie, wir leiten ihren Notruf umgehend weiter."
Damon lächelte leicht, "Na also... geht doch..." Er hielt die Hände des jungen Mannes schützend fest.
Er sah wieder auf seinen gesenkten Kopf. "Danke..." Die Tür öffnete sich in einen hellgrauen, gut beleuchteten Flur.
Damon zog ihn hoch, führte ihn aus dem Aufzug. "Besser?"
Der Bursche stand auf, seine Augen waren auf einer Höhe mit Damons Kinn. "Ja.." meinte er leise, bevor er hochsah. "Danke. Das ist die Praxis. Ich wohn da drüben." "Wegen Betriebsferien ist die Praxis bis zum Freitag geschlossen."
Damon runzelte die Stirn. "Ist da zu? Die haben mir gesagt, ich soll mich gleich hier melden..." Er ging näher zur Tür.
"Wegen Betriebsferien ist die Praxis bis zum Freitag geschlossen." Das stand da. "Scheint so.." meinte der junge Mann.
Damon seufzte, "Naja, komme ich wohl Freitag wieder..." Er sah ihn wieder an.
"Einen Kaffee vielleicht? Oder ein Bier?" Wieder gleichzeitilg
"Ehm... am Freitag... meine Schwester wartet, wie gesagt..."
"Gerne, ich bin jedenfalls ... wahrscheinlich da ... aber .. ein bisschen Zeit müssten sie doch.. entschuldigung."
"Hm?" Damon sah ihn ein wenig verwirrt an.
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