Die Tochter des Henkers
Jun. 9th, 2001 09:50 pmJa, ich hab es getan... weiter gehts... ein winzig Stück...
Habt Spaß.
Hier ist der erste Teil.
Das ist der Anfang der Fortsetzung.
Achtung: Ist nicht korrigiert!
Die Tochter des Henkers
Ich war nur aus meinen Schuhen geschlüpft und lag so nun auf dem Bett und blickte an die Decke.
Doch ich sah nicht das dunkle Holz, das langsam vor sich hinmoderte, alterte. Nicht die kleinen Insekten in den Ritzen, die Spinnen, die auf Beute warteten.
Sah nicht das fahle Licht, das durch das Fenster hereinfiel und weiche Schatten warf, ohne Kontur.
Ich wusste, würde ich jetzt versuchen, mich zu bewegen - es würde nicht gehen. Manchmal ist das einfach so, man ist so gefangen von etwas, gefesselt von einem Gedanken, so darauf fixiert, das man es einfach für unmöglich hält, sich in diesem Moment zu bewegen.
Natürlich hätte ich mich bewegen können.
Als ich ihr gegenüber stand, hatte ich es nicht gekonnt. Wirklich nicht.
Ihre blassen Augen hatten mich gebannt, hinabgezogen in das tote Wasser.
Ich hatte vergessen, in diesem kurzen Moment, wozu ich gekommen war. Wozu... ja, wozu ich lebte. Sie stellte alles in Frage mit ihrem Blick.
Sie hatte Angst.
Angst vor mir, meinem Vater, der Strafe, die sie erwarten würde vom Inquisitor.
Inquisitor... da wurde mir bewußt, das es ein Zauber sein musste. Wenn er über sie richten sollte, musste sie eine Hexe sein. Nimand hatte mich gewarnt, niemand hatte mir gesagt, ich solle ihr nicht in die Augen sehen. Vielleicht hätte das den Bann verhindert.
Aber es war nun egal. Ich dachte darüber nach und doch war es,... als wäre ich froh, das mich niemand gewarnt hatte.
Weswegen war ich gekommen?
Sie tat einen Schritt nach vorn, auf ihren nackten, dreckigen Füssen. Sie machte einen seltsamen Eindruck, als sei sie hin- und hergerissen, als würde ein Bann sie näher ziehen und die Angst sie wieder zurücktreiben.
Sie öffnete ihren Mund, leicht, würde gleich sprechen, mit mir reden!
Wie vom Teufel selbst erschreckt taumelte ich zurück und schloss eilig die Tür. Nein, Hexe, nicht auch noch sprechen, dachte ich mit klopfendem Herzen und lehnte meine Stirn gegen die Tür.
Ruhig, ganz ruhig...
Die Nacht schlich heran, brachte den Tag um sein Licht und schickte die Menschen ins Bett.
Ich hörte nichts, nichts von draussen, nur die Geräusche, die nicht gewesen waren, ihre Stimme, die ich nicht gehört hatte. Meinen Herzschlag.
Ich wehrte mich gegen den Bann, dem ich erlegen war, hier in meinem Zimmer, schon auf dem Weg nach Hause, die ganze Zeit schon, seit ich sie gesehen hatte.
Ich musste es logisch betrachten, klar. Es musste ein Bann sein. Die Gefühle, die ich hatte, waren nicht anders zu erklären. Die Gefühle... oh ja, ich konnte fühlen. Aber was? Sie waren da, aber nicht fassbar. Sie widersprachen sich. Ich wollte es nicht zugeben, aber das sie mein Denken beherrschte berührte meine Seele. Ihre Schönheit hatte meine Seele berührt. Eine Schönheit, die nicht jeder sah, wahrscheinlich nicht, aber ich hatte sie gesehen.
Aber ich verstand nicht, was ich fühlte, ich verstand vor allem nicht die Intensität, mit der ich es tat. Niemand kann es ahnen, wie das ist, wenn er es nicht selbst spürte. Ich versuchte, es in Worte zu fassen, doch nichts reichte aus.
Immer wieder rutschte ich vom Wehren in die Bewunderung.
Adrianna, denk nicht weiter nach, nicht an sie, an nichts, du musst schlafen, morgen sieht es besser aus, dein Kopf wird klarer sein.
Ob tot sein wie schlafen war?
Tot sein...
Ich erschreckte so sehr, das ich aufrecht im Bett saß.
Es war still und dunkel draussen, nicht nur dunkel, sondern pechschwarz, der Mond stand nicht am Himmel.
Tot sein...
Sie würden sie töten.
Erst Foltern und dann töten.
Die gerechte Strafe für eine Hexe. Gerecht.
An Händen und Füssen gefesselt ins Wasser geworfen, wenn sie oben trieb war der Beweis erbracht, ging sie unter, war ihre Seele wenigstens rein gewesen, an den Tisch gebunden, einen Schlauch im Hals und Wasser rein, bis der Bauch sich spannte, der Magen platzte, Scheiterhaufen, obwohl mein Vater meist gnädig war und sie tötete, bevor das Feuer sie auffraß, er dachte, ihre Seelen würden auch so gereinigt...
Mir wurde schlecht.
Habt Spaß.
Hier ist der erste Teil.
Das ist der Anfang der Fortsetzung.
Achtung: Ist nicht korrigiert!
Die Tochter des Henkers
Ich war nur aus meinen Schuhen geschlüpft und lag so nun auf dem Bett und blickte an die Decke.
Doch ich sah nicht das dunkle Holz, das langsam vor sich hinmoderte, alterte. Nicht die kleinen Insekten in den Ritzen, die Spinnen, die auf Beute warteten.
Sah nicht das fahle Licht, das durch das Fenster hereinfiel und weiche Schatten warf, ohne Kontur.
Ich wusste, würde ich jetzt versuchen, mich zu bewegen - es würde nicht gehen. Manchmal ist das einfach so, man ist so gefangen von etwas, gefesselt von einem Gedanken, so darauf fixiert, das man es einfach für unmöglich hält, sich in diesem Moment zu bewegen.
Natürlich hätte ich mich bewegen können.
Als ich ihr gegenüber stand, hatte ich es nicht gekonnt. Wirklich nicht.
Ihre blassen Augen hatten mich gebannt, hinabgezogen in das tote Wasser.
Ich hatte vergessen, in diesem kurzen Moment, wozu ich gekommen war. Wozu... ja, wozu ich lebte. Sie stellte alles in Frage mit ihrem Blick.
Sie hatte Angst.
Angst vor mir, meinem Vater, der Strafe, die sie erwarten würde vom Inquisitor.
Inquisitor... da wurde mir bewußt, das es ein Zauber sein musste. Wenn er über sie richten sollte, musste sie eine Hexe sein. Nimand hatte mich gewarnt, niemand hatte mir gesagt, ich solle ihr nicht in die Augen sehen. Vielleicht hätte das den Bann verhindert.
Aber es war nun egal. Ich dachte darüber nach und doch war es,... als wäre ich froh, das mich niemand gewarnt hatte.
Weswegen war ich gekommen?
Sie tat einen Schritt nach vorn, auf ihren nackten, dreckigen Füssen. Sie machte einen seltsamen Eindruck, als sei sie hin- und hergerissen, als würde ein Bann sie näher ziehen und die Angst sie wieder zurücktreiben.
Sie öffnete ihren Mund, leicht, würde gleich sprechen, mit mir reden!
Wie vom Teufel selbst erschreckt taumelte ich zurück und schloss eilig die Tür. Nein, Hexe, nicht auch noch sprechen, dachte ich mit klopfendem Herzen und lehnte meine Stirn gegen die Tür.
Ruhig, ganz ruhig...
Die Nacht schlich heran, brachte den Tag um sein Licht und schickte die Menschen ins Bett.
Ich hörte nichts, nichts von draussen, nur die Geräusche, die nicht gewesen waren, ihre Stimme, die ich nicht gehört hatte. Meinen Herzschlag.
Ich wehrte mich gegen den Bann, dem ich erlegen war, hier in meinem Zimmer, schon auf dem Weg nach Hause, die ganze Zeit schon, seit ich sie gesehen hatte.
Ich musste es logisch betrachten, klar. Es musste ein Bann sein. Die Gefühle, die ich hatte, waren nicht anders zu erklären. Die Gefühle... oh ja, ich konnte fühlen. Aber was? Sie waren da, aber nicht fassbar. Sie widersprachen sich. Ich wollte es nicht zugeben, aber das sie mein Denken beherrschte berührte meine Seele. Ihre Schönheit hatte meine Seele berührt. Eine Schönheit, die nicht jeder sah, wahrscheinlich nicht, aber ich hatte sie gesehen.
Aber ich verstand nicht, was ich fühlte, ich verstand vor allem nicht die Intensität, mit der ich es tat. Niemand kann es ahnen, wie das ist, wenn er es nicht selbst spürte. Ich versuchte, es in Worte zu fassen, doch nichts reichte aus.
Immer wieder rutschte ich vom Wehren in die Bewunderung.
Adrianna, denk nicht weiter nach, nicht an sie, an nichts, du musst schlafen, morgen sieht es besser aus, dein Kopf wird klarer sein.
Ob tot sein wie schlafen war?
Tot sein...
Ich erschreckte so sehr, das ich aufrecht im Bett saß.
Es war still und dunkel draussen, nicht nur dunkel, sondern pechschwarz, der Mond stand nicht am Himmel.
Tot sein...
Sie würden sie töten.
Erst Foltern und dann töten.
Die gerechte Strafe für eine Hexe. Gerecht.
An Händen und Füssen gefesselt ins Wasser geworfen, wenn sie oben trieb war der Beweis erbracht, ging sie unter, war ihre Seele wenigstens rein gewesen, an den Tisch gebunden, einen Schlauch im Hals und Wasser rein, bis der Bauch sich spannte, der Magen platzte, Scheiterhaufen, obwohl mein Vater meist gnädig war und sie tötete, bevor das Feuer sie auffraß, er dachte, ihre Seelen würden auch so gereinigt...
Mir wurde schlecht.